Gangolf Walter

Storytelling & Hobbys

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Bei meinen Seminaren und Vorträgen werde ich öfters gefragt: wie kommt man dazu Forderungsmanager zu werden? Im Rahmen meiner Restrukturierungen, die in der Regel mit Liquiditätsengpässen einhergingen wurden erfolglos vor meiner Beauftragung oftmals folgende Versuche intern unternommen:

  • Bankgespräche: beantragen einer Erweiterung der Kreditmittel. Bedingt durch die Vorschriften von Basel III - die Eintrittskarte für Bankkredite - war dies nicht immer erfolgreich.
  • Gesellschafterdarlehen: Nicht jeder Gesellschafter ist geneigt, in dieser Situation ein Darlehen zur Verfügung zu stellen.
  • Ausgabenstopp bei Investitionen: schwierig, da diese langfristig geplant und oft schon in der Umsetzungsphase waren. Dieser Ansatz ist nicht immer erfolgreich.
  • Strecken der Kreditorenzahlungen: hilft nur kurzfristig und schadet der Reputation. Verbunden sind mit dieser Aktion möglicherweise das Risiko eines Lieferstopps der Lieferanten und Verschlechterung der Einkaufskonditionen und Zahlungsmodalitäten.

Device

Irgendwann klopfte ich an die Debitorentüre. Dort, wo die stillen Liquiditätsschätze schlummern, die der Gesetzgeber gar nicht vorschreibt. Und trotzdem werden sie gebildet. Ohne Unterlass. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Sicherlich nicht aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen und nicht ohne Risiko eines Zahlungsausfalls.

So schreibt die Neue Westfälische Zeitung: „Gangolf Walter ist professioneller Schatzsucher. Trotzdem ist der Mann mit dem durchdringenden Blick kein Abenteurer, arbeitet eher im Sakko und Krawatte als in grober Kleidung mit Metalldetektor. Denn er spürt im Auftrag von Unternehmen nach verlorenen geglaubtem Geld: ihren unbezahlten Forderungen.“

Konsequente Mahnaktivitäten sind kein Verstoß gegen den Altruismus. Mit einem konsequenten Forderungsmanagement verändert sich das Zahlungsverhalten Ihrer Kunden. Schlechte Zahler werden auch von anderen Lieferanten gemahnt. Der Lieferant bestimmt die Spielregeln! Denken Sie an den Fußball: Hat der Torwart einer Mannschaft einen schlechten Tag, wird das die gegnerische Mannschaft ausnutzen und als Gewinner vom Platz gehen.

„Das Einzige, was die Menschheit zu retten vermag, ist die Zusammenarbeit.” Das Zitat stammt vom Nobelpreisträger und Philosophen Bertrand Russel. Wir müssen nicht die ganze Menschheit retten. Hier geht es um das Überleben von Unternehmen: „Das Einzige, was das Unternehmen vor der Insolvenz zu retten vermag, ist ein professionelles Forderungsmanagement.“

simply and
spontaneously

Was fotografiere ich?
Objekte die sich äußern und mich ansprechen. Dabei hinterfrage ich nicht den Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Ausdruck. Oft stelle ich mir die Frage, ob das Objekt froh ist, wenn ich es für die Fotographie benutze.

Nicht im Vordergrund steht die technische Ausführung der Aufnahme, sondern das Festhalten der Unmittelbarkeit des Objekts. Die technische Auseinandersetzung mit Blende, Zeit, Lichtverhältnisse usw. hindert mich in der Kommunikation mit dem Objekt. Deshalb verwende ich keinen Fotoapparat, sondern fange meine Impressionen spontan mit meinem Handy IPhone 6 ein.

Eine Bildnachbearbeitung findet nicht statt. Diese würde die Originalität der Kommunikation in Widersprüche verstricken, ja, in eine Lüge verkehren bis hin zur virtuellen Welt!

Die Distanz wird durch die Bearbeitung größer und damit entzieht sich dem Betrachter die Originalität. Mit der nachträglichen Bearbeitung verändert das Objekt durch verschiedenes Aussehen seinen Charakter. Meine Bilder bleiben unverstellte Unikate.